Lernwerkstatt

Die StrukturWerkstatt
als Lernwerkstatt

Ein Lernort für Kinder und ihre Familien.

Die Lernwerkstatt ist ein einzigartiges Konzept, das die freie Entfaltung von neurodivergenten Kindern fördert.


Unser Verein betreibt einen strukturierten, reizarmen Lernort, dessen Lernumgebung sich an den Prinzipien von TEACCH orientiert. Im Mittelpunkt stehen klare Abläufe, visuelle Struktur, Verlässlichkeit und eine Umgebung, die selbstständiges Lernen ermöglicht – insbesondere für Volksschulkinder mit Asperger Autismus und PDA-Profil.


Was unseren Lernort
so besonders macht


Regulationsraum



Regulation & Rückzug im Snoezelen-Raum.

Regulation als Voraussetzung für Lernfähigkeit.

Regulation ist eine zentrale Voraussetzung für Lernen, Beziehung und Entwicklung. Viele neurodivergente Kinder benötigen bewusst gestaltete Rückzugsräume, um ihr Nervensystem zu entlaste, um wieder in einen arbeitsfähigen Zustand kommen zu können.

Unser Lernort verfügt daher über einen eigenen Snoezelen-Raum. Dieser Raum ist ein geschützter Ort zur sensorischen und emotionalen Selbstregulation. Gedämpftes Licht, ausgewählte Materialien, klare Reize und eine ruhige Atmosphäre ermöglichen es, Überforderung abzubauen und innere Spannung zu regulieren.

Der Snoezelen-Raum kann individuell genutzt werden: begleitend oder selbstständig, kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum hinweg. Er steht sowohl den Kindern im Lernbetrieb als auch externen Nutzer:innen wie Therapeut:innen oder Pädagog:innen zur Verfügung, die Regulation gezielt in ihre Arbeit integrieren möchten.

TEACCH-Ansatz

Unsere Einrichtung wurde nach dem TEACCH-
Ansatz
ausgewählt und die Räume, sowie das Lernmaterial danach strukturiert.

Unsere Lernwerkstatt ist nach dem TEACCH-Ansatz gestaltet. Dieser Ansatz geht davon aus, dass sich nicht die Kinder an eine Lernumgebung anpassen müssen, sondern die Lernumgebung an die Bedürfnisse der Kinder.

Klare räumliche Struktur, übersichtliche Arbeitsplätze, visuelle Orientierungshilfen und nachvollziehbare Abläufe schaffen Sicherheit und Vorhersagbarkeit.

Dadurch wird Selbstständigkeit gefördert und unnötiger kognitiver oder emotionaler Stress reduziert.
Die strukturierte Umgebung hilft den Kindern, ihre Aufmerksamkeit auf das Lernen zu richten, statt Energie für Orientierung oder soziale Unsicherheit aufwenden zu müssen. Lernen wird damit ruhiger, zugänglicher und nachhaltiger.

Co-Working Space



Die Eltern sind Teil unseres Konzeptes.

Wir leben einen Bindungsorientierten Ansatz: Elterliche Anwesenheit ist bei uns erwünscht.

Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal unseres Lernorts ist der separate Co-Working Space für Eltern, der sich im Nebenraum befindet.

Der Co-Working Bereich bietet Raum zum Arbeiten, Lesen, Schreiben oder für organisatorische Aufgaben – ohne örtliche Trennung vom Kind, aber mit ausreichend Abstand, um konzentriert sein zu können.

Das reduziert Trennungsstress, schafft Sicherheit und ermöglicht Eltern Präsenz, ohne ständig eingreifen zu müssen.

Gerade für neurodivergente Kinder schafft diese Lösung Sicherheit. Die Nähe der Bezugsperson ist spürbar, ohne ständig präsent zu sein. Für Eltern bedeutet der Co-Working Space Entlastung, Planbarkeit und Alltagstauglichkeit.

Für wen unser Lernort
gedacht ist


Nicht für alle Kinder ist der Schulbesuch unter den gegebenen Bedingungen in der Regelschule möglich. Der häusliche Unterricht ist in Österreich eine gesetzlich vorgesehene Form der Schulpflicht und wird von vielen Familien als notwendiger Übergang oder dauerhafte Lösung gewählt.

Unser Lernort richtet sich an Volksschulkinder im häuslichen oder im Hausunterricht sowie an Familien, die sich auf eine Externistenprüfung vorbereiten oder sich in einer schulischen Übergangsphase befinden. Auch Kinder mit Schulabstinzenz können wir in unserem Lernort betreuen. Wir begleiten strukturiert, entlastend und praxisnah – sowohl im Lernalltag als auch in der Kommunikation mit Schulen und zuständigen Stellen

Der Lernort ist geeignet für:

-Kinder im Volksschulater
-Kinder ohne passenden Schulplatz
-Kinder im Autismus-Spektrum, AuDHS, PDA und andere neurodivergente Profile
-Kinder mit Schulvermeidung oder schulischer Überforderung
-Familien im gesundheitsbedingten Hausunterricht
-Kinder im häuslichen Unterricht mit Externistenprüfung
-Kinder mit “Trennungsangst”, die Eltern zur regulativen Unterstützung benötigen
-Hochsensible Kinder mit sensorischer Überempfindlichkeit


Infos zu häuslichem
und Hausunterricht

Häuslicher Unterricht

  • Reflexionsgespräch
  • Externistenprüfung
  • Unterricht nach Lehrplan
  • Elternverantwortung
  • Meldung bei Bildungsdirektion

Was bedeutet häuslicher Unterricht?

In Österreich besteht Schulpflicht, aber keine Schulbesuchspflicht.
Das bedeutet: Eltern können ihr Kind zum häuslichen Unterricht anmelden, wenn sie die schulische Bildung eigenverantwortlich organisieren. Die Eltern können ihre Kinder selbst unterrichten, auf Lernwerkstätten zurückgreifen, oder Privatlehrer finanzieren.

Voraussetzung für den häuslichen Unterricht ist, dass er der jeweiligen Schulstufe inhaltlich gleichwertig sein muss. Das bedeutet, das Kind muss nach Lehrplan unterrichtet werden. Am Ende des Schuljahres wird der Lernerfolg durch eine Externistenprüfung an einer öffentlichen Schule überprüft.

Viele Familien entscheiden sich für diesen Weg, wenn der reguläre Schulrahmen für ihr Kind dauerhaft nicht passend ist – etwa bei Autismus, ADHS, starker Reizüberflutung oder Schulangst.

Wie kommt man zum häuslichen Unterricht?

Eltern können ihr Kind kurz nach Zeugnisausstellung eines abgeschlossenen Schuljahres schriftlich vom Schulbesuch abmelden und mit dem aktuellen positiven Zeugnis zum häuslichen Unterricht anmelden. Die Meldung erfolgt bei der zuständigen Bildungsdirektion mittels Formular.

Ein besonderer „Grund“ muss nicht nachgewiesen werden – der häusliche Unterricht ist gesetzlich vorgesehen. Entscheidend ist, dass die Bildungsziele der jeweiligen Schulstufe erfüllt werden.

Am Ende des Schuljahres im häuslichen Unterricht, muss das Kind eine Externistenprüfung an einer öffentlichen oder mit Öffentlichkeitsrecht ausgestatteten Schule ablegen, die im Normalfall von der Bildungsdirektion vorgegeben wird. Wird diese positiv abgeschlossen, kann der häusliche Unterricht im nächsten Schuljahr fortgesetzt werden. Wenn nicht, wird das Kind wieder zu einem normalen Schulbesuch verpflichtet.

Gesundheitsbedingter
Haus
Unterricht

  • ärztliches Attest nötig
  • keine Externistenprüfung
  • Unterricht nach Lehrplan
  • externe Beschulung
  • Meldung bei Bildungsdirektion

Was bedeutet gesundheitsbedingter Hausunterricht?

Wenn ein Kind aus gesundheitlichen Gründen auch unter dem Schuljahr vorübergehend oder längerfristig nicht am regulären Unterricht teilnehmen kann, besteht die Möglichkeit, Unterricht außerhalb der Schule zu erhalten. Kinder im Hausunterricht müssen keine Externistenprüfung ablegen.

Je nach Situation kann das bedeuten:

• Unterricht zu Hause durch eine Lehrperson
• Unterricht in einer Kleingruppe außerhalb des Klassenverbands
• eine individuell angepasste Lösung in Abstimmung mit Schule und Bildungsdirektion

Ziel ist es, den Bildungsweg aufrechtzuerhalten, ohne die gesundheitliche Situation des Kindes weiter zu belasten.

Gesundheitsbedingter Hausunterricht ist keine Abmeldung von der Schule und kein häuslicher Unterricht im rechtlichen Sinn, sondern eine schulorganisatorische Maßnahme innerhalb des bestehenden Schulverhältnisses.

Wann steht einem Hausunterricht zu?

Eine gesundheitsbedingte Unzumutbarkeit liegt vor, wenn der regelmäßige Schulbesuch das Kind körperlich oder psychisch erheblich belastet oder den Gesundheitszustand verschlechtern würde.

Die Grundlage für Hausunterricht ist ein ärztliches Attest (z. B. von Kinderärzt:in, Fachärzt:in oder Kinder- und Jugendpsychiatrie), in dem klar festgehalten wird, dass der Schulbesuch aktuell nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Die endgültige Entscheidung trifft die zuständige Schulbehörde auf Basis der ärztlichen Stellungnahme.

Mögliche Gründe können sein:

•schwere oder chronische körperliche Erkrankungen
•akute oder chronische psychische Belastungen
•massive Schulangst oder Traumafolgesymptomatik
•Autismus oder andere •neurodivergente Besonderheiten in Verbindung mit erheblicher Überforderung
•längere medizinische Behandlungen oder Rehabilitationsphasen

Entscheidend ist nicht die Diagnose allein, sondern die konkrete Beeinträchtigung im Alltag und die medizinisch begründete Einschätzung, dass ein regulärer Schulbesuch derzeit nicht zumutbar ist.



Die Externistenprüfung
in der Lernwerkstatt


In der Strukturwerkstatt werden die Kinder im Rahmen des häuslichen Unterrichts auf die Externistenprüfung vorbereitet. Gerne beraten wir euch im persönlichen Gespräch, ob dieser Weg für eure Familie passend ist.

Wir unterstützen Familien bei:

Wir begleiten den gesamten
organisatorischen Prozess

  • Wir stellen – falls erforderlich – einen Antrag auf Rücksichtnahme bzw. Nachteilsausgleich bei bestehenden diagnostizierten Einschränkungen.
  • Wir bereiten die Kinder strukturiert und individuell auf die Anforderungen vor und begleiten sie – je nach Bedarf – auch am Prüfungstag.
  • Wir koordinieren die formalen Abläufe mit der Bildungsdirektion gemeinsam mit den Eltern
  • Wir stimmen uns frühzeitig mit einer ausgewählten Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht ab, an der die Prüfungen gebündelt stattfinden können. Dafür ist eine Prüfungsgebühr zu entrichten.

Unser Ziel ist es, dass alle Kinder ihre Externistenprüfung gesammelt an derselben Schule ablegen. Dadurch entsteht Verlässlichkeit, ein vertrauter Rahmen und organisatorische Klarheit für die Familien.



Eltern sind in der
Lernwerkstatt
willkommen


In unserem Lernort werden die Eltern ganz nach dem TEACCH-Ansatz mit einbezogen. Ihr seid die Experten für eure Kinder und seid Teil des Konzeptes unserer Strukturwerkstatt.


Was Eltern bei uns erwartet:

  • Co-Working-Space: Eltern die im Homeoffice tätig sind, können sich bei uns um einen fairen Beitrag einen Platz in unserem Arbeitsraum mieten.
  • Lernraum: Auch im Lernraum sind Eltern gern gesehen. Ihr begleitet eure Kinder durchgehend oder nur zum Teil, ganz wie es eurem Kind guttut.
  • Elternbeteiligung: Einen Tag die Woche unterstützt du unser Team beim Unterricht im Lernraum.
  • Regulation: Du kannst dein Kind jederzeit in den Snoezelen-Raum begleiten, einen Spaziergang machen, oder auch den Tag beenden, wenn du merkst, dass es deinem Kind jetzt guttun würde.

Elternarbeit ist ein Teil unseres Konzeptes. Jeder bringt sich mit seinen ganz persönlichen Fähigkeiten ein.


Elternbeteiligung
in der Lernwerkstatt


Unser Lernort lebt von Beziehung. Und Beziehung entsteht nicht zwischen Institution und Kind – sondern zwischen Menschen. In unserer Lernwerkstatt arbeiten auch wir Eltern mit den Kindern.

Das bedeutet: Ihr Eltern seid nicht am Rand, oder in den Arbeitsraum verbannt, sondern Teil des Ganzen. Unser Verein lebt von freiwilligen Helfern, damit wir weiterhin gemeinnützig und zu fairem Preis für eure Kinder da sein können. Deshalb brauchen wir auch euch, um die Kinder gut betreuen zu können und um unsere Aufsichtspflicht nahtlos sichern zu können.

Wie ihr eure Beteiligung umsetzen wollt, ist euch überlassen. Manche Eltern bringen sich aktiv in den Unterricht ein – andere beobachten nur und sind anwesend. Beides ist willkommen.

Seid euch stets gewiss, euer Kind kommt nicht allein zu uns. Es bringt seine Geschichte, seine Erfahrungen und euch mit.

Und genau das sehen wir als Stärke.


Wie Elternbeteiligung abaufen kann:

  • Einen Tag pro Woche erfüllst die Aufsichtspflicht für alle Kinder. Ob alleine oder im Team bleibt euch überlassen.
  • Eltern sind auch Lehrende. Jeder von uns verfügt über Wissen, das er mit den Kindern teilen kann. Und sei es noch so einfach, jeder Input ist wertvoll.
  • Unterstützend stehst du den Kindern bei Fragen zur Seite. Etwas nicht zu wissen ist ebenso hilfreich, also keine Angst, wenn du etwas nicht gleich beantworten kannst.
  • Du bist auch stiller Beobachter und merkst, wenn ein Kind Co-Regulation braucht.

Elternarbeit ist ein wichtiger Baustein unseren Vereins. Wir wissen alle um den Alltag mit einem neurodivergenten Kind Bescheid und sind füreinander da.

Lernen mit Struktur

Klare Räume, visuelle Orientierung und nachvollziehbare Abläufe nach dem TEACCH-Ansatz.
Die Lernumgebung passt sich den Kindern an – nicht umgekehrt.

Regulation ermöglichen

Ein eigener Snoezelen-Raum unterstützt sensorische und emotionale Selbstregulation.
Regulation ist bei uns keine Pause vom Lernen, sondern dessen Grundlage.

Individuelle Begleitung

Lernen findet in kleinen Settings statt, angepasst an Tempo, Wahrnehmung und Belastbarkeit der Kinder.
Ohne Überforderung, ohne sozialen Druck.

Eltern-Nähe schaffen

Ein separater Co-Working Space ermöglicht Eltern, vor Ort zu bleiben.
Getrennte Räume, kurze Wege, Sicherheit für Kinder und Entlastung für Familien.

geöffnete Räume

Der Lernort kann auch von Schulen, Therapeut:innen und Fachpersonen genutzt werden –
für Förderung, Diagnostik, Beratung oder Kleingruppenarbeit.

Vernetztes Denken

Der Verein versteht sich als Schnittstelle zwischen Pädagogik, Therapie und Alltag.
Pragmatisch, bedürfnisorientiert und neurodiversitätssensibel.

Unser Verein ist nicht gewinnorientiert und lebt von Euren Spenden.

Unterstützung jeglicher Art können wir immer gebrauchen!