Über uns

Wer wir sind​


Wir sind ein engagiertes Team aus Fachleuten und neurodivergenten Personen.
Ein gemeinnütziger Verein, der Kindern einen Platz gibt, die nicht in das Regelwerk des Schulsystems passen.

Wir sind Ella und Mandy, zwei neurodivergente Menschen, die selbst keine leichte Schulzeit erleben durften.

Eine Schriftstellerin neurodivergenter Literatur, sowie Mutter eines autistischen Kindes und eine Ergotherapeutin, spezialisiert auf Autismus, haben sich zusammen gefunden und gemeinsam das Konzept der Strukturwerkstatt erdacht.

Einen Ort, an dem autistische Kinder sie selbst sein dürfen, ohne Druck, ohne Erwartungen und ohne eine Maske tragen zu müssen.
Einen Ort, an dem Regulation Grundvoraussetzung für Lernen ist und kein Zwang zu stressigen Aktivitäten besteht.

Warum wir die
Strukturwerkstatt
gegründet haben

Ella:​
Ein geeigneter Schulplatz für neurodivergente Kinder ist schwer zu finden. Wirklich autismusgerechte Lernumgebungen sind die Ausnahme.

Ich bin Autistin und selbst Mutter eines neurodivergenten Kindes – Autismus mit PDA und ADHS, ein bunter mix aus wundervollen Eigenschaften, die in unserem Schulsystem nicht gern gesehen werden und im Schulalltag oft als Problem gelten. Doch nicht das Kind ist das Problem, sondern die Bedingungen, unter denen es lernen soll.

Ein bindungsorientierter Ansatz ist im Regelschulsystem selten strukturell verankert. Und selbst wenn einzelne Lehrpersonen viel Verständnis mitbringen, bleibt der Alltag für viele neurodivergente Kinder hochbelastend: Reizdichte, Gruppengröße, Tempo, soziale Anforderungen. Für sensible Nervensysteme ist das auf Dauer nicht tragbar.

Deshalb möchte ich einen anderen Ort schaffen.
Sicherheit durch die mögliche Anwesenheit der Eltern.
Struktur im Umfeld – orientiert am TEACCH-Konzept.
Freiheit im Denken. Explorierendes Lernen ohne ständigen Anpassungsdruck.

Die Freude am Lernen sollte essenziell im schulischen Alltag sein.
Schule soll Spaß machen dürfen.
Und zwar für jedes Kind – das ist mein Ziel. 

Mandy:
„Was ist die beste Entdeckung, die du je gemacht hast“ fragte der Maulwurf. „Dass es genügt, ich zu sein“, sagte der Junge.“    Charlie Mackesy​

Als Ergotherapeutin – und als Mutter – habe ich erlebt, welchen Einfluss Institutionen auf Familien haben können. Vieles geschieht mit guter Absicht. Und doch entsteht dabei oft Druck. Selbstwert bekommt Risse, Freude und natürliche Neugier weichen festen Vorgaben.

Kinder kommen mit einer starken Lernlust zur Welt. Sie wollen entdecken, verstehen und gestalten. Heute wissen wir, wie Lernen wirklich funktioniert: mit realistischen Konzentrationsspannen, sinnvollen Pausen, mit allen Sinnen, in Beziehung und in Bewegung. Und dennoch erleben viele Kinder Strukturen, in denen Bewertung Beziehung ersetzt.

Ich bin überzeugt: Pädagog:innen sollten begleiten, nicht normieren.
Mit der StrukturWerkstatt entsteht ein Ort, an dem Lernen wieder natürlich sein darf – in kleinen Gruppen, mit Klarheit, Struktur und Freiheit zugleich. Ein Raum, in dem Kinder Sicherheit finden, ihren eigenen Rhythmus entdecken und Selbstwirksamkeit erleben.

Meine Vision ist einfach:
Kinder, die gerne lernen.
Kinder, die ihre Neugier behalten.
Kinder, die wachsen dürfen.

Was wir für die Zukunft
der Strukturwerkstatt
planen

Schulgründung – ein Bildungsrahmen mit überregionaler Vision:
Es braucht gute Schulen, die auf Autismus und Neurodivergenz
spezialisiert sind, um unseren Kindern einen Platz zu geben.

Unser Lernort ist aktuell ein gemeinnütziger Verein mit einer privaten Lernwerkstatt. Langfristig soll aus unserem Verein eine Schule entstehen. Deshalb streben wir die Gründung einer Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht an.

Das Öffentlichkeitsrecht bedeutet, dass eine Privatschule staatlich anerkannt ist und Zeugnisse mit öffentlicher Gültigkeit ausstellen darf.

Ziel ist es, einen rechtlich gesicherten Rahmen zu schaffen, der Struktur, Verlässlichkeit und pädagogische Freiheit miteinander verbindet.

Die Umsetzung erfordert organisatorische, personelle und rechtliche Voraussetzungen. Dieser Prozess braucht Zeit, Planung und solide Strukturen. Unser Verein arbeitet schrittweise auf dieses Ziel hin.


Kompetenz- und Vernetzungszentrum für Neurodivergenz:
Es braucht einen Ort, der Bildung, Beratung und Vernetzung verbindet – und neurodivergenten Menschen langfristig eine Anlaufstelle bietet.​

Neben der geplanten Schulgründung verfolgen wir ein weiteres Ziel: den Aufbau einer überregionalen Anlaufstelle für neurodivergente Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Langfristig soll die Strukturwerkstatt nicht nur Lernort, sondern Kompetenzzentrum sein.

Wir streben fachlich fundierte Beratung für Familien
Begleitung bei Schulfragen, Vernetzung mit Therapeut:innen, Pädagog:innen und Institutionen,
Aufbau eines therapeutischen Angebots (z. B. Ergotherapie, Beratung, gruppenbasierte Settings) sowie
Informations- und Fortbildungsangebote für Fachpersonen an.

Unser Ziel ist es, Wissen, Praxis und Erfahrung zu bündeln – und einen Ort zu schaffen, an dem Neurodivergenz als Ausgangspunkt verstanden wird.

Dieser Ausbau erfolgt schrittweise, auf solider organisatorischer und fachlicher Basis.

Unser Verein ist nicht gewinnorientiert und lebt von Euren Spenden.

Unterstützung jeglicher Art können wir immer gebrauchen!